
ÜBER DIE BERGSTRASSE

Die Weinregion Hessische Bergstrasse
Fast zwei Jahrzehnte war die Hessische Bergstraße das kleinste unter
den deutschen Anbaugebieten, bis durch die Wiedervereinigung Sachsen und Saale-Unstrut
hinzukamen. Erst 1971 hatte man die gerade einmal 450 Hektar umfassende Weinregion
zwischen Darmstadt und Heppenheim gebildet, nachdem die Badener auf eine Eingliederung
ihrer Bergsträßer Weinberge ins Anbaugebiet Baden bestanden hatten.
Dem Rheingau wollten die hessischen Bergsträßer sich nicht anschließen
- zu unterschiedlich sind in der Tat deren Weine. Man gründete also ein
eigenes Weinbaugebiet und braucht nicht mehr unter "Rheingau" oder
"Rheinhessen" zu firmieren; die Bergsträßer Winzer haben
sich "selbständig" gemacht.
Zwei räumlich getrennte Bereiche charakterisieren dieses kleine deutsche
Weinbaugebiet: Südlich von Darmstadt gibt es vereinzelte Weinberge in Seeheim
und Alsbach. Nach Süden hin wird die Rebfläche geschlossener. In der
Gemarkung Zwingenberg werden den Reben im Schutze des Melibokus, der höchsten
Erhebung an der Bergstraße, beste klimatische Voraussetzungen geboten.
Weitere Schwerpunkte des Weinbaus finden sich in den Weinorten Auerbach-Bensheim
und Heppenheim sowie in den aus dem Odenwald einmündenden Seitentälern.
Südlich von Heppenheim endet dieser Bereich, der den Namen "Starkenburg"
trägt, an der hessisch-badischen Landesgrenze, kurz vor dem Weinort Laudenbach.
Die Region östlich des Rheins zwischen Heidelberg und Darmstadt wird seit
jeher von der Sonne verwöhnt. Durch den Odenwald vor dem kalten Ostwind
geschützt, lädt die Bergstraße zum Frühlingserwachen ein,
wenn in anderen Regionen Deutschlands noch Winter herrscht. Schon im März
kann man in Bensheim und Umgebung die herrliche Blütenpracht (Mandel, Feige,
Aprikose, Pfirsich, Kirsche) erleben.
Es verwundert daher nicht, daß die anspruchsvollste weiße Rebensorte,
der langsam heranreifende Riesling, an der Hessischen Bergstraße mehr
als die Hälfte der Rebfläche einnimmt.
Absatzprobleme kennen die Winzer der Hessischen Bergstraße nicht. Vor
allem die preisgekrönten Leistungen der Spitzenbetriebe Weingut der Stadt
Bensheim und dem Staatsweingut, aber auch der Bergsträßer Winzer
eG tragen zum Renommee des Weingebietes bei.
Die meisten Weinberge der Bergstraße werden aber von Feierabendwinzern
bearbeitet, und ein Großteil der Ernte verbleibt in der Region, d.h. wird
von den Bergsträßern selbst und den Besuchern der Bergstraße
getrunken. Da die Hessische Bergstraße ein bekanntes Fremdenverkehrsgebiet
und viel besuchtes Ausflugsziel - vor allem für die Bewohner des Rhein-Main-Gebietes
- ist, kommen die Gäste zahlreich.
Weniger bekannt jedoch ist die nordöstlich gelegene, nur 50 Hektar umfassende
"Odenwälder Weininsel" rund um Groß-Umstadt im Landkreis
Darmstadt-Dieburg, die auch zum Anbaugebiet gehört.
Weitere Informationen rund um den Wein der hessischen Bergstraße erhalten
Sie unter www.bergstraesser-wein.de und unter www.weingilde-bergstrasse.de.
Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Bensheim
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